Odin Sphere: Leifthrasir

Odin Sphere: Leifthrasir

Mit bestem Dank für die freundliche Unterstützung und Bereitstellung des Downloadcodes an die Publisher NIS America stelle ich euch hier ein weiteres Playstation Vita Spiel vor,
Odin Sphere: Leifthrasir, welches in Europa am 24. Juni 2016 sowohl für die Playstation Vita als auch für die Playstation 3 und 4 erschien.

Odin Sphere, welches es früher übrigens bereits für die Playstation 2 gab, ist ein Sideview Action-RPG. Ihr lauft also, ähnlich wie in klassischen Jump ’n Runs, nach links oder rechts, könnt springen und greift eure Gegner an.

Im Titelbildschirm bietet sich, nach einem wunderschönen Intro, welches die Charaktere vorstellt, die Auswahl zwischen
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Klassik-Modus
Vermutlich fragt ihr euch, wie ich, was es mit dem Klassik-Modus auf sich hat. Dieser ist im Grunde die PS2 Version des Spiels, Odin Sphere, nur mit neueren Grafiken. Dafür sind einige Neuerungen von Leifthrasir nicht enthalten, unter anderem die Fähigkeiten-Bäume (Skill Trees). Im Titelbildschirm des Klassik-Modus befinden sich die gleichen 3 Punkte, nur anstelle von „Klassik-Modus“ ist hier „Refine Mode“ zu finden – hiermit kommt ihr zurück zur Leifthrasir Version.
Nach Auswahl der Sprachausgabe, Englisch oder Japanisch, befindet ihr euch in Gestalt eines kleinen Mädchens in einer Art Bibliothek. Auf dem Boden liegt ein besonderes Buch. Nehmt ihr dieses auf, beginnt euer Abenteuer als Gwendolin, einer Walküre.

Die Geschichte beginnt direkt mit einer Schlacht und einem, scheinbar, herben Verlust auf Seiten der Walküren. Griselda, einer Gefährtin Gwendolins und ihre Schwester, ist im Kampf gefallen…
Doch die Schlacht ist noch längst nicht vorbei. Eure Ritter kämpfen tapfer gegen einen sogenannten Schattenkrieger, haben jedoch nicht den Hauch einer Chance. So liegt es an Gwendolin, ihn zu bekämpfen, doch auch für sie sieht es relativ düster aus. Doch der feindliche Krieger lässt sie gehen und verschwindet. Entgegen der Bitte eines ihrer Soldaten macht Gwendolin sich auf, den Feind zu verfolgen…

Features

Direkt nach diesem Prolog könnt ihr Gwendolin selber spielen und erlernt die Steuerung.
Besiegt ihr Gegner erhaltet ihr Erfahrungspunkte (EP). Zusätzlich lassen diese Lichtkugeln, sogenannte Phosonen, frei. Mithilfe dieser könnt ihr gesäte Samen zu Pflanzen heranwachsen lassen. Durch die Früchte dieser Pflanzen erhaltet ihr um einiges mehr an EP und, je nach Frucht, werden auch eure LP und euer Status geheilt oder eure Werte steigen an.
Erhaltet ihr genügend EP, steigt euer Level auf und eure LP und Statuswerte erhöhen sich.

Nach dem Tutorial über Phosonen und Pflanzen, könnt ihr die Schwierigkeitsstufe auswählen. Hier habt ihr die Wahl zwischen Leicht, Mittel und Schwer. Bis auf die Stärke der Gegner ändern diese jedoch nichts, also ist es nicht schlimm, auf dem leichten Schwierigkeitsgrad zu spielen.

Wie bereits erwähnt, bewegt ihr euch in der sogenannten Sideview-Ansicht vorwärts. Ihr lauft also nach Rechts oder Links, springt auf höhergelegene Ebenen oder lasst euch durch diese Fallen, um zu den niedrigeren zu gelangen.
Außerhalb von Missionen befindet ihr euch in eurer Basis und könnt mit euren Untergebenen sprechen oder zur Weltkarte zurückkehren. Hier wählt ihr euer nächstes Ziel aus.

Mit Phosonen könnt ihr nicht nur Samen heranwachsen lassen, sondern auch Fähigkeiten im Menü erlernen. Mithilfe dieser könnt ihr eure Gegner einfacher besiegen als mit normalen Angriffskombi.

Es gibt in den Leveln unterschiedliche Zonen, z.B. Kampfzonen in denen ihr alle Gegner besiegen müsst. Habt ihr dies geschafft, wird eure Leistung anhand eurer längsten Angriffskombo, erlittenem Schaden und erteiltem Schaden beurteilt. Je besser ihr abschneidet, desto mehr Gold und unter Umständen auch Gegenstände erhaltet ihr als Belohnung.
Daneben gibt es auch Rastzonen, wo ihr, wie der Name verrät, zur Ruhe kommen könnt. Manchmal findet ihr hier Verbündete oder Händler, bei denen ihr Samen, Tränke oder andere Sachen erwerben könnt.

Am oberen Rand des Bildschirms seht ihr eine Karte der aktuellen Zone. Auf dieser werden Gegner, Truhen, zerstörbare Gegenstände und Ausgänge angezeigt.

In jedem Gebiet befindet sich ein Phosonenprisma, wodurch ihr eine Fähigkeit erlernt. Beispielsweise erlernt Gwendolin durch ihr erstes gefundenes Prisma die Fähigkeit „Eisgeschoss“, womit sie diese auf Gegner feuern kann. Jede Fähigkeit hat eine Stufe, die ihr mithilfe von Phosonen erhöhen könnt, um diese zu verstärken. Die Verwendung von Fähigkeiten kostet PP (Phosonenpunkte). Diese könnt ihr wieder auffüllen, indem ihr Phosonen sammelt.

Manchmal findet ihr Ausrüstungsgegenstände. Diese könnt ihr entweder über euer Schnellmenü, Dreieck-Taste, oder über das Hauptmenü, Start-Taste, ausrüsten. Es gibt viele dieser Gegenstände, z.B. den Sternenanhänger, welcher die maximalen LP um 10% erhöht.

Neben normalen Gegnern gibt es selbstverständlich auch Mini-Bosse und Bossgegner. Diese verfügen über viel mehr LP und Stärke als eure normalen Feinde und sind schwieriger zu besiegen. Landet ihr in einer (Mini-)Boss-Zone, müsst ihr neben diesem auch immer wieder dazukommende Gegner besiegen. Habt ihr dies endlich geschafft, erwartet euch eine große Belohnung!

Es gibt auch ein Alchemiesystem. Indem ihr Gegenstände miteinander kombiniert, erhaltet ihr entweder eine stärkere Variante (z.B. einen besseren Heiltrank) oder gänzlich neue. Ihr findet hierfür im Laufe des Spiels einige Rezepte, doch braucht ihr diese nicht unbedingt. Theoretisch könnt ihr direkt alles miteinander kombinieren und herstellen, doch mit den Rezepten ist dies eindeutig einfacher.

Um sich leichter zwischen einigen Zonen eines Gebietes zu bewegen, könnt ihr euch von Rastzonen aus zu anderen, bereits besuchten, Rastzonen teleportieren. Gerade im späteren Spielverlauf, wo die Gebiete größer sind, ist dies eine willkommene Möglichkeit, falls ihr euch bereits kurz vorm Boss befindet und auf der Übersichtskarte, Select-Taste, seht, dass ihr eine Zone am Anfang noch nicht besucht habt.

Habt ihr die Geschichte eines Charakteres abgeschlossen, schaltet ihr eine weitere frei, mit einem neuen Charakter. Insgesamt gibt es 5 Charaktere, welche sich in den Fähigkeiten sehr unterscheiden. Weiß sich der eine eher in der Eismagie zu behaupten, beherrscht ein anderer Feuermagie. Die Geschichten dieser 5 Figuren spielen häufig zur gleichen Zeit, jedoch erlebt ihr diese dann aus gänzlich anderen Blickwinkeln. So erfahrt ihr immer mehr über die Hauptgeschichte und gegen Ende schließen sich die 5 zusammen und ihr übernehmt ebenfalls die Steuerung über alle.

Fazit
Ein wunderschönes Spiel mit einer sehr interessanten und fantastischen Geschichte und einem durchaus guten Kampfsystem.
Das Spiel wurde hierzulande sogar lokalisiert, es bietet also auch deutsche Bildschirmtexte!

Grafik
Wie aus einem Märchenbuch, recht bunt, dennoch nicht zu kindisch.

Sound
Ein beruhigender Soundtrack sorgt schließlich für den letzten Hauch von Märchen.
Es gibt sogar eine Sprachausgabe, wo ihr zwischen Englisch und Japanisch wählen könnt. Beide sind qualitativ sehr hochwertig.

Schlussworte
Odin Sphere: Leifthrasir ist, wie bereits erwähnt, ein wunderschönes Spiel mit klassisch märchenhafter Musik und einer Geschichte, die sich spielt und liest wie ein Märchen aus längst vergangenen Tagen.
Das Kampfsystem ist schnell, actionlastig und spaßig. Rundenbasierte Kämpfe wären hier völlig fehl am Platz.

Durch die 5 spielbaren Charaktere bietet das Spiel einen großen Wiederspielwert. Zwar sind viele der zu besuchenden Gebiete identisch mit denen anderer Charaktere, doch sind die Zonen anders aufgebaut und aufgeteilt.
Odin Sphere: Leifthrasir erhält von mir eine Bewertung von 90%. Grafik, Musik und Spielweise harmonieren perfekt miteinander und man fühlt sich so, als wäre man selbst mitten in der Geschichte. Durch die Dialoge und Sprachausgabe fühlt man mit den einzelnen Figuren mit und man möchte zu jedem Zeitpunkt wissen, wie es weiter geht.

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