The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel (PS4)

The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel (PS4)

Mit bestem Dank für die freundliche Unterstützung und Bereitstellung des Downloadcodes an die Publisher Marvelous Games stelle ich euch hier erneut folgendes Spiel vor,
The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel, diesmal jedoch in der Playstation 4 Variante, welche am 29. März 2019 erscheint. Zuvor kam dieses Spiel 2016 für die PS3, PSVita und auch für den PC heraus.

Eine Gruppe von Soldatenschülern stellt sich den Maschinensoldaten des Feindes und stellt am Ende des ersten Abschnittes entsetzt fest, dass eben jener Feind seine riesigen Kanonen verwendet, um den Sieg davon zu tragen.. Verwirrt euch der Anfang des Spiels ebenso wie mich? Gut, denn nachdem die Kanonen abgefeuert werden, wird der Spieler an den Anfang befördert, 5 Monate zuvor…
Wir befinden uns in einem Zug Richtung Bareahard via Celdic, mit dem nächsten Zwischenstop Trista – eurem Ziel. Rean, der Charakter den ihr steuert, ist direkt von der frühlingshaften Szenerie begeistert, zumal bei ihm zuhause noch Schnee liegt. Abgelenkt von den Bäumen, rennt eine weitere, neue Schülerin direkt in Rean hinein. Nach einem kurzen Gespräch und etwas Sightseeing macht sich Rean auf den Weg zur Akademie, um der Zeremonie beizutreten.

Nach einer kurzen, aber durchaus interessanten Rede über die Geschichte der Akademie, wundern sich die rotuniformierten Schüler, warum sie keiner Klasse zugeteilt wurden. Der Grund ist recht einfach – sie bilden eine völlig neue Klasse namens Class VII.
Kaum habt ihr diese Information erhalten, öffnet sich sprichwörtlich der Boden unter euren Füßen und ihr befindet euch in einer Art unterirdischen Katakomben. Dort erhaltet ihr euer erstes Quartz, welches euch erlaubt sogenannte Arts (quasi die Zauber dieses Spiels) zu wirken. Habt ihr diesen angelegt, öffnet sich eine Tür zum ersten Dungeon. Hier gibt es natürlich auch Monster, also gewöhnt euch an das Kampfsystem und sammelt fleißig EXP.

Features

Eines vorweg: Im Grunde ist die PS4 Version genau das gleiche Spiel, wie bereits zuvor. Nur einige Dinge sind anders/neu:

  • Es gibt nun 2 Sprachausgaben – Englisch und Japanisch
  • Während die früheren Versionen einige DLC erhielten, sind diese in der PS4 Version bereits enthalten
  • Die Grafik wurde an das neue System angepasst und sieht nun noch hübscher aus
  • Per L2-Taste startet und stoppt ihr den neuen Turbomodus. Dadurch läuft das Spiel um einiges schneller. Spieler der PC Version kennen diesen Modus eventuell bereits.

Dank dem ARCUS könnt ihr sogenannte Quartz verwenden, um so Arts und Crafts (Magie und andere Fähigkeiten) wirken zu können. Bei den Arts wird zwischen offensiven und unterstützenden Arts unterschieden, z.B. Angriffszauber und Heilzauber, aber auch statusverändernde Magie gehört dazu. Doch egal ob Angriff oder Heilung, jegliche Nutzung der Arts bedarf einer gewissen Wartezeit, bevor diese im Kampf benutzt werden.
Crafts sind ebenfalls in 2 Kategorien unterteilt – Crafts und S-Crafts. Während Crafts vergleichsweise normal sind, können S-Crafts den Kampf entscheidend ändern. Diese können nur gewirkt werden, wenn der Charakter mindestens 100 CP (Craft Points) hat. Ein zusätzlicher Unterschied besteht darin, dass diese nicht nur während dem Zug des Charakters gewirkt werden können, sondern per S-Break auch in den Zügen der anderen Kämpfer.

Nach einer kurzen Weile könnt ihr im Kampf die sogenannten Combat Links anwenden. Dadurch greifen 2 eurer Kämpfer zusammen den Gegner an und erteilen ihm so mehr Schaden. Je höher der Link-Level eurer Charaktere, desto höher sind Chance und Schaden.

Ihr befindet euch im Spiel hauptsächlich in der Akademie, geht zum Unterricht, erledigt Quests und wohnt sogenannten Bonding Events bei.

Um euch in der Akademie und auch der Stadt schneller forbewegen zu können, ruft ihr mithilfe des Quadrat-Knopfes die Schnellreisekarte auf und wählt euren Zielort.

Während dem Unterricht erhaltet ihr manchmal die Möglichkeit eine Frage des Lehrers zu beantworten. Liegt ihr richtig, erhaltet ihr einen Academy Point (AP), liegt ihr falsch gibt es natürlich keine Belohnung. Sammelt ihr genügend AP, erhöht sich euer Academy Rang und ihr bekommt möglicherweise auch hier einen Bonus.

Die Quests sind in 2 Kategorien unterteilt – storywichtige Quests und Nebenquests. Um in der Story fortzuschreiten, müsst ihr die storywichtigen Quests (anhand eines roten Ausrufezeichens markiert) erledigen. Die Nebenquests sind zwar nicht so wichtig, aber trotzdem solltet ihr auch diese erfüllen, um einige nette Belohnungen zu kassieren.

Die Bonding Events sind nette Nebengeschichten, um manchmal die anderen Charaktere besser kennenzulernen. Dadurch erhaltet ihr auch eine Menge Link EXP, die euren Link-Level erhöhen können.

Es ist euch möglich nebenbei zu angeln. Auch hier erhaltet ihr spezielle Punkte, die ihr bei der Person, die euch eure erste Angel gibt, eintauschen könnt.

Neben der Anglerei könnt ihr auch Essen kochen. Hier dient Rean als Hauptkoch und ihr könnt ein Mitglied eurer Gruppe als Nebenkoch auswählen. Je nach Affinität der Köche zum Gericht, kann es sogar höherwertig ausfallen. So kann ein Gericht, welches einer der Köche sehr zu mögen scheint, mehr HP wiederherstellen, als die Standardvariante.

Während einer Zugfahrt könnt ihr das Kartenspiel ‚Blade‘ spielen. Die Regeln sind denkbar einfach, jeder Spieler zieht Karten aus seinem Deck und legt solange welche, bis entweder ein klarer Sieger feststeht oder keine Karten mehr auf der Hand sind. Derjenige, dessen gelegte Karten die höhere Summe haben, gewinnt das Match. Auf diesem Weg können die Link EXP zu den anderen Charakteren auch erhöht werden, ob Sieg oder Niederlage – jedoch nur einmal pro Fahrt.

In den Dungeons könnt ihr eure Gegner per Druck auf den X-Knopf angreifen und so entweder lähmen oder, wenn euer Level weit über dem des Gegners liegt, direkt besiegen.
Diese laufen quasi offen in der Welt herum, ohne, dass es zu Zufallskämpfen kommen und euch überraschen kann.

Fazit
Wer mich schon länger verfolgt, weiß über mein Review der PSVita Version Bescheid. Im Grunde sind die Spiele, bis auf einige Änderungen, welche ich anfangs erwähnte, identisch. Für mich, der nie eine PS3 besaß, ist es jedoch ein Genuss, das Spiel auf einem großen Bildschirm spielen zu können.
Es ist ein großartiges JRPG, welches in der gleichen Welt (jedoch in einer anderen Gegend) wie The Legend of Heroes – Trails in the Sky und Trails in the Sky SC spielt. Dementsprechend gibt es einige Anmerkungen und Erwähnungen – für Spieler der anderen Teile ein Hochgenuss.
Das Prinzip, dass man sich hauptsächlich in einer Schule aufhält, erinnert ziemlich an die Shin Megami Tensei Spiele (zum Beispiel Devil Survivor oder Persona). Doch kaum befindet ihr euch in einem Dungeon, geht es zur Sache. Gerade die Tatsache, dass es keine Zufallskämpfe gibt, finde ich sehr ansprechend. Lauft einfach in die herumlaufenden Gegner hinein und der Kampf beginnt oder ihr lähmt sie und lauft davon, doch gibt es so natürlich keine wichtigen EXP.

Grafik
Durch den Port auf die PS4 wurde die Grafik angepasst und verbessert. Sie ist weiterhin bunt und lebendig, was durchaus zum Spiel passt.

Sound
Jedes Musikstück passt perfekt zur aktuellen Situation. Hieran merkt man die hochqualitative Entwicklung des Spiels.
In den wichtigeren Gesprächen kommen die Protagonisten sogar selbst zu Wort und man kann die durchaus gelungene Sprachausgabe bewundern. Im Gegensatz zur PSVita Version können wir hier auch endlich zwischen der Englischen, welche es bereits damals gab, und der Japanischen wählen.

Schlussworte
Ich hatte bereits mit der PSVita Version großen Spaß (ihr könnt übrigens euren PSVita/PS3 Spielstand auf die PS4 übertragen und so fortfahren, wenn ihr dies wünscht!). Ich bin, was HD-Ports/Remaster angeht, immer ziemlich glücklich, da ich häufig die „alten“ Versionen nie spielen konnte. Ähnlich ergeht es mir mit der Nintendo Switch, da sich nie eine Wii/Wii U in meinem Besitz befand.. Aber ich schweife ab.
Das Spiel besitzt einen sehr guten Humor, welcher an so manche Animeserie erinnert. Aber nicht nur der Humor, auch der Grafikstil und die Artworks der Charaktere erinnern sehr an einen Anime.

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